sonderpreis

Update….

In Blog, Tagebuch meines Hirnabszess on November 28, 2011 at 12:15 pm

Hmm…beginnen wir mal so:
Hallo…wie gehts dir? Mir gehts gut.
Tatsächlich, ja! Mir gehts ganz gut. Nach langer Stille wird es Zeit, dass das Schweigegelübde bzw. Schreibegelübde ein Ende nimmt.

Selbstverständlich bin ich nach meiner Reha gut in meinem Heim angekommen und verbrachte die ersten 20 Minuten auf dem Fußbodens meines Flurs. Und das sogar mit Kind und Kegel, in Form von Ole, Anne und Frank. War schon ein wenig eigenartig und die ersten zwei Wochen nach Entlassung haben mir viele Herausforderungen und Überraschungen beschert.

Leider hatte ich mich nicht getraut, mir ein Martinshorn auf den Kopf zu setzen und so, die sicherlich nicht auf mich wartende Umwelt von meinen aktuellen Defiziten in Kenntnis zu setzen. Und als Radfahrer in gewisser Hinsicht neu zu erlernen, wie groß oder klein der Abstand zwischen einem Baum und der Straße sein kann. Ich gestehe, das eine oder andere Mal bin ich abgestiegen und einfach daran vorbei gegangen.

Mittlerweile kann ich fahren und dabei eine Zigarette rauchen und auch noch mit dem Arm blinken bzw. meinen Richtungswechsel erkennbar machen. Einen passenden Fahrradhelm möchte ich aber bis heute nicht finden. Ich habe bislang noch keinen gefunden, der mich nicht wie Calimero aussehen lässt. Ganz egal, ob er nun schwarz ist oder einen furchtbar trendigen Anstrich hat. Fahrradhelm bleibt eben Helm.

Die Zeit bis zur Wiedereingliederung verlief ziemlich schnell. Und wie ich nun finde, auch zu schnell. Ich kann daher jedem nur empfehlen, etwas mehr als zwei Wochen zwischen Entlassung und Wiedereingliederung verstreichen zu lassen. Mich wundert es bis heute, dass ich zum damaligen Zeitpunkt so „geil“ auf Arbeit war. Ist bislang noch nicht wieder passiert ….

Die Wiedereingliederung war ein Traum. Kennst du die Art von Träumen, die dich nachts aufwachen lassen? Und damit meine ich nicht die Träume, die dich mit Jude Law oder Jake Gyllenhaal zusammen auf einem Wasserbett romantische Wörter austauschen lassen. (Ich kann doch gar kein Englisch.)

Eine Wiedereingliederung kann bestimmt besser funtionieren. Gut, nun war es auch meine erste Wiedereingliederungsmaßnahme und ich bemühe mich, dies auch dabei zu belassen. Ehrlich gesagt, hatte ich das Gefühl, dass es nicht nur für mich die erste Maßnahme dieser Art war….naja so konnten alle daraus ihre Erfahrungen sammeln…

Medizinisch gibt es hingegen nichts zu meckern. Alles rückläufig und meine wunderbaren Medikamente werden weiterhin reduziert. Das MRT ist mein zweitbester Freund geworden und mittlerweile nehme ich auch kleine Nägel mit, um lustige Muster im MRT zu entwerfen, wenn das Magnetfeld mich und die Nägel erfasst. Hui….was für ein hirnrissiger Spaß.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch bestehen: Bis Ende Mai 2012 muss das Rad mein bester Freund bleiben. Eine eventuelle Anfallsgefahr bleibt bestehen und kann erst nach vollständiger Absetzung der Tabletten ausgeschlossen werden. Aber dat klappt schon .-) In diesem Zusammenhang, sende ich meinen Dank an meine Autopatin, die sich sicherlich gern dem kleinen, weißen Flitzer angenommen hat, um ihn zu hegen und zu pflegen und ihn mit einer ganz ausgezeichneten Öko-Plakette auszustatten. (Verzeih mir den Wink)

Eigentlich wollte ich das Thema für mich abschließen, musste aber feststellen, dass es gar nicht so einfach und auch nicht so schnell geht. Aber irgendwann ist ja auch mal gut und falls es Neuigkeiten gibt, werde ich berichten.

Schlussendlich geht es mir gut. Bald ist Weihnachten und natürlich wünsche ich mir nur Gesundheit und Liebe (und ein IPad 2, einen WLan Lautsprecher, eine schöne Urlaubsreise, einen Hund, Handtücher, schöne Bettwäsche usw.).

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Es fährt ein Zug nach nirgendwo…

In Blog, Tagebuch meines Hirnabszess on Juli 26, 2011 at 7:32 am

Schwachsinn! Es fährt ein Bus und der Fahrer bringt mich direkt nach Hause! 🙂 Ich hab’s geschafft!

Oh je… Es ist soweit

In Blog, Tagebuch meines Hirnabszess on Juli 25, 2011 at 11:45 pm

Oh je… Es ist 23:30. Das fröhliche Kartenspiel mit der wirklich netten Gesellschaft – Sophie, ich weiß, dass du es liest 🙂 – ist beendet und ich lese soeben, dass um 7 Uhr der Rücktransport erfolgt. Oh je. Nehmen die denn gar keine Rücksicht???? 🙂

Ich bin bald wieder zuhause!!! Ich werd verrückt!

An alle Damper, die ich kennen lernen durfte. Sei es Therapeut, Patient oder Wirt: Es war mir eine Ehre und so manchen Tanz (im übertragenen Sinne) wiederhole ich gern. Dankeschön.

Es war eine ungewöhnlich, aber gute Zeit. Aber es wird Zeit für die alte aber nicht weniger ungewöhnlich und neue Zeit! Werdet gesund oder bleibt wie ihr seid. So wie ihr es eben gern habt 😉

Ich danke für all die Facetten, die ich als Reichtum erleben durfte.

Geschichten, die das Leben schreibt, treffen hier zusammen und bilden etwas außergewöhnlich Starkes. DANKE